Arbeitgeber, macht Marke!

Karriereland.de - Matthias Diekmeyer Arbeitgebermarke

Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, sich als sympathischen und attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Viele subsumieren diese Gedankengänge, Instrumente und Maßnahmen unter dem Begriff „Employer Branding“. Arbeitgeber müssen heute selbst zur Marke werden. Eine Arbeitgebermarke ist kantig, stiftet Identität, hebt sich ab und ist zukunftsweisend. Sie signalisiert, wofür ein Arbeitgeber steht. Die Arbeitgebermarke ist das Ziel; Employer Branding ist der Weg dorthin.

Marken sind faszinierend. Marken haben etwas Mythisches. Sie haben ihren Platz in der Gefühls- und Gedankenwelt der Menschen und sind ein wenig wie das Trojanische Pferd: Marken überwinden Blockaden. Marken funktionieren über Persönlichkeit und Vertrauen. Sie sind fragile Systeme.

Unzählige Definitionen kursieren in der Marketingliteratur, was darunter zu verstehen ist. Unstrittig ist mittlerweile, dass Marken mehr als Herkunftsbezeichnungen und Qualitätssiegel sind, die auf Produkten & Co. aufgebracht werden; sie entstehen in den Köpfen der Menschen. Marken sind starke Verdichtungen von angesammelten Informationen aller Art, Eindrücken, Erfahrungen, Gefühlen etc. Marken sind quasi das „Big Picture“ vom Unternehmen. Damit sind sie der Zugang des Menschen zur spezifischen Kompetenz des Unternehmens. Was oft missverstanden oder wenig beachtet wird, ist der Umstand, dass Marken auch ohne Zutun des Unternehmens entstehen. Ungeplant, ungesteuert, unsystematisch. Deshalb der Rat: Als Unternehmen sollte man die Zügel in der Hand behalten und diesen Markenbildungsprozess strategisch und proaktiv gestalten. Diese Gesetzmäßigkeiten haben auch im Arbeitgeber vollumfängliche Anwendbarkeit. Unternehmen können als Arbeitgeber auch zur Marke werden!

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Die Arbeitgebermarkenbildung beginnt im Inneren: Eine Arbeitgebermarke entwickelt sich in erster Linie aus dem Inneren eines Unternehmens heraus. Deshalb liegt der Fokus bei der Entwicklung einer Arbeitgebermarke zuallererst auf den Menschen im Unternehmen. Hier entstehen die spannenden Storys, die Rituale, das so wichtige Wir-Gefühl und das Geflecht aus Einstellungen, Haltungen, Überzeugungen, sprich das Mindset. All dies ist kulturschaffend und kulturprägend. Deshalb bedeutet Arbeitgebermarkenbildung in erster Linie Kulturarbeit und Organisationsentwicklung und in zweiter Linie erst Marketing und Kommunikation. Jedes Employer Branding-Projekt zieht faktische Veränderungen im Zielsystems des Unternehmens, in der Organisation, im Personalmanagement, im Führungsverhalten, in der Gestaltung des Arbeitsumfelds usw. nach sich. Im Grunde rücken vier Entwicklungsfelder in Mittelpunkt, an denen unser Beratungsansatz ansetzt: die Entwicklung von Ritualen und Prozessen, die Befähigung der Mitarbeiter, z.B. durch Kompetenzaufbau, die Entwicklung eines Wertesystems als inneren Kompass sowie die Entwicklung einer Vision. Dieses „Aus-sich-Herausentwickeln“ bedeutet aber auch, dass es kein Patentrezept und keinen „goldenen Weg“ gibt. Tatsächlich ist jeder Weg zur Arbeitgebermarke ein individueller.

Mehr Informationen für Strategen gibt’s hier.

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